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Mein Roman "Ein Bett in Cornwall" ist als eBook in den Online-Buchshops erhältlich.

Mittwoch, 13. April 2016

Das Geheimnis der Muschelprinzessin



Bildquelle: Amazon

Titel: Das Geheimnis der Muschelprinzessin
Autor: Christine Jaeggi
Verlag: Forever
Seitenzahl: 418
ISBN Taschenbuch: 978-1530339747
ASIN (eBook): B01CGBCDZ0


Cover
Wunder, wunderschön. Wer stünde nicht ebenfalls gerne an diesem Strand. Ja, ich hätte im Bücherregal nach diesem Roman gegriffen. Nachdem ich die Geschichte nun aber gelesen habe, finde ich das Cover allerdings nicht ganz passend. Der Roman spielt hauptsächlich in Zürich und in der Bretagne, da kommt mir nicht gerade ein solcher Strand oder so ein leichtes Kleidchen in den Sinn. Aber wie gesagt, es ist trotzdem traumhaft schön.


Klapptext des Buches
Die 27-jährige Nora ist am Ende: Sie hat kein Geld, keine Wohnung und auch keine Freunde mehr. Als sie dann noch ihren Job verliert, bricht sie auf der Straße zusammen und findet sich in den Armen von Estelle Le Bloch wieder. Die ältere Dame macht ihr überraschend ein Angebot: Nora soll als Empfangsdame in einem Zürcher Luxushotel neu beginnen. Alles scheint sich zum Guten zu wenden, bis plötzlich der Hotelbesitzer, Estelles Mann, ermordet aufgefunden wird. Der Grund für das Verbrechen soll angeblich eine goldene Muschel aus der Römerzeit sein. Gemeinsam mit dem charismatischen Journalisten David Preston beginnt Nora eher unfreiwillig zu ermitteln und kommt dabei einem alten Familiengeheimnis der Le Blochs auf die Spur. Während Nora herauszufinden versucht, was vor vielen Jahren in der Bretagne wirklich geschah, holen sie die düsteren Ereignisse aus ihrer eigenen Vergangenheit wieder ein …

Wie hat mir das Buch gefallen?
Obwohl ich keine Krimi-Leserin bin, hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Christine Jaeggi hat einen wunderbar bildlichen Schreibstil, der mich Mitten ins Geschehen hineinzog. Natürlich hat mich das Buch wohl gerade auch deswegen fasziniert, weil ich die Schauplätze ein wenig kenne. So was finde ich immer super. Ich sah Nora förmlich vor mir wie sie durch Zürichs Strassen ging und auch die leicht versnobte Gartenparty der sogn. besseren Gesellschaft konnte ich mir sehr gut vorstellen. Herrlich auch die Beschreibung der Charaktere, da haben mich vor allem Estelle und Henry angesprochen. Mit dem Max wurde ich nicht so richtig warm, obwohl er ja sehr Tierlieb und auch noch Vegetarier war. Hihi, wann wurde je ein Held als Vegetarier beschrieben... genial, es wurde Zeit! Mit dem David hätte wohl noch so manche Frau gerne ein paar Hotelzimmer durchstöbert, um dem Verbrechen auf die Spur zukommen. Wunderbar verschroben war die Perla Green... ich meine, wie kommt man nur schon auf so einen ausgefallenen Vornamen?! Toll! Und genau so seltsam bunt wie ihr Name, kam auch dieser Charakter daher. Ich mochte diesen seltsamen Paradiesvogel ... bis zu einem gewissen Moment...
Das Buch beinhaltet eigentlich zwei Geschichten, die perfekt in einander verwoben wurden. Zum einen die Geschichte, um den Mord von Estelles Mann und zum anderen die Geschichte der Muschelprinzessin in der Bretagne. *Grins* Ich hätte der Schreiberin gerne mal zwischendurch auf die Finger gekloppt, als die ihrer Figur kurz vor der Auflösung der Geschichte der Muschelprinzessin wieder sagen liess: "Aber das erzähle ich Dir ein anderes Mal." Ich wollte es nämlich jetzt einfach wissen! Jawohl! Und das ist ja das fiese bei eBooks: Man kann schlecht nach hinten blättern und schon mal lesen wie's ausgeht, ohne danach wieder mühsam zurückblättern zu müssen (zumindest habe ich den Trick noch nicht raus). Von daher sind wohl eBooks genau das richtige Mittel, damit man sich in Geduld üben lernt. Aber zurück zum Buch, bestimmt wollen Sie wissen, wer nun der Täter war, aber das verrate ich hier natürlich nicht. Nur so viel: Ich hätte es nicht erwartet. Christine Jaeggi ist es geglückt absolut keine Langeweile im Buch aufkommen zu lassen. Sie verstand es, die Spannung stetig zu steigern, und immer wenn ich dachte, jetzt weiss ich, wer der Mörder ist, liess sie ihn sozusagen wieder entwischen. Ich habe mitgelitten, mitgelacht und mich am Ende mitgefreut, was will man mehr von einem Buch?



Mein persönliches Highlight?

Die Szene als Nora geschnappt und eingesperrt wurde... Mitten unter Puppen. Wuuuuargh, wie gruselig ist das denn?! Ja, ich geb's zu, so starr vor sich hinblickende Puppen sind furchteinflössend. Herrlich fand ich auch, wie Perla Green Nora mal unter ihre Fittiche nahm und in ein Modegeschäft schleppte.


Wem würde ich das Buch empfehlen?

Menschen, die gerne einen Krimi lesen, der mit einem Touch Romantik verbunden ist. Wer Zürich ein bisschen kennt, dem wird dieses Buch bestimmt auch grossen Spass bereiten... das Kopfkino funktioniert gleich noch ein bisschen schwungvoller, wenn man sich die Schauplätze vor Augen führen kann. Wer Lust auf den Roman bekommen hat, findet hier auch eine Leseprobe.


Übrigens "Das Geheimnis der Muschelprinzessin" ist der zweite Roman von Christine Jaeggi - einer Autorin aus Luzern. Bereits ihr erster Roman "Fatale Schönheit" erhielt den e-ditio Independent Publishing Award. Ich hoffe, Christine ist bereits wieder am Schreiben, damit wir bald neuen Lesestoff erhalten.


Man liest sich
 Eure Alex

Montag, 28. März 2016

Und die Gewinnerin ist...


17 Teilnehmerinnen aus dem Buechkafi Blog und von meiner Facebook-Seite haben an der Verlosung teilgenommen. Die Gewinnerin wurde unter gestrengem Blick von Herrn Osterhase aus dem Kistchen gezogen:

Es ist Sichtwiese. Bitte maile mir doch an zod@gwundergarten.ch Deine Anschrift und welches Buch Du gerne mit der Osterüberraschung zugeschickt erhalten möchtest.

Ich wünsche allen einen gemütlichen Ostermontag. Und wer nicht gewonnen hat, nicht traurig sein, es gibt bestimmt mal wieder eine Verlosung.

En liebe Gruess

Alex

Sonntag, 13. März 2016

Osterüberraschung für Euch

 Ihr Lieben, es ist Zeit, Euch treuen Leserinnen und Lesern endlich mal "Danke" zu sagen. Dies geschieht in Form einer kleiner Osterüberraschung. Unter allen Teilnehmenden, die hier auf dem Blog oder in Facebook auf meiner Autorenseite bis und mit Ostersonntag einen Kommentar hinterlassen, verlose ich ein gedrucktes Buch von "Ein Bett in Cornwall" oder "Ein Ticket in Schottland" mit einer kleinen Osterüberraschung, die ich hier noch nicht nennen kann... sonst wäre es ja keine Überraschung *grins*. Wer die beiden Bücher schon gelesen hat, kann als Alternative zu einem gedruckten Buch gerne auch das eBook von "Die Rosen von Abbotswood Castle" gewinnen. Das kann die Gewinnerin oder der Gewinner mir dann später gerne noch mitteilen.

 Vielen, vielen lieben Dank für Eure Unterstützung, Eure Zeit und all die lieben Worte, die mich entweder auf Facebook, in Rezensionen oder per Mail erreicht haben. So macht es richtig Spass weiter in die Tasten zu hauen.

Habt alle eine wunderbare Osterzeit!

Eure Alex


Sonntag, 28. Februar 2016

Der Himmel über den Black Mountains...

 
... hat mich so begeistert, dass sich prompt eine Geschichte in meinem Kopf geformt hat.  Viel werde ich noch nicht verraten, aber ein paar der Nebendarsteller kann ich Euch ja schon mal vorstellen.

Ohne Schafe geht in diesem Teil Englands gar nix.

 Ein Shire Horse Hengst bringt auch ein wenig Aufregung ins Dorf.

Er hat seine Gage noch nicht erhalten, daher verzieht er wohl ein bisschen die Schnute.


Hennie Penny und ihre Kolleginnen sorgen fürs Frühstücksei.


Der Pub als Nebenspielort darf natürlich auch nicht fehlen. 

Einige von Euch haben vielleicht die Bilder wieder erkannt, sie stammen von unseren letzten Ferien. Und genau da beginnt die Geschichte von Jack, Ben, Gareth, Lynn und all den anderen Dorfbewohnern, die eine neue Nachbarin namens Emma erhalten, die in ihrem rosaroten Land Rover gleich mal für Aufsehen sorgt. Hach, ich freu mich schon tierisch aufs Schreiben. Nur, wer erklärt jetzt meinem Arbeitgeber, dass ich dann mal ein halbes Jahr Urlaub bräuchte zum Tippen:o). Wird wohl nix. Daher heisst's halt mal wieder Zeit klauen wo's geht... wundert Euch also nicht, wenn Ihr das Gefühl habt, Eure Tage vergehen schneller als üblich... könnte sein, dass ich da ein paar Minütchen gemopst habe. Entschuldigung, aber es musste sein *schmunzel*.


Und dieses Röschen ist für all jene, die mitgefiebert haben, als "Die Rosen von Abbotswood Castle" an den Start ging. Aber auch für jene, die den Roman gelesen und sich gar noch die Zeit genommen haben, eine Rezension dazu zu schreiben. Vielen, vielen Dank!

Eure Alex, die ein Leben ohne Happy-End Bücher zwar möglich, aber sinnlos findet

Sonntag, 14. Februar 2016

Eine etwas andere Reise durch Grossbritannien

Im Rahmen der Herzenstage hat Forever meine Geschichten in einer Grafik zusammengefasst. Hmm... da hat es noch viele leere Stellen auf der Karte *schmunzel*. Mal sehen, ob die sich in den nächsten Jahren noch füllen lassen. Es sei schon mal verraten, dass die nächste Heldin nach Herefordshire geschickt wird. Da warten Schafe, Alpakas, Hühner und ein gemütliches Pferd auf sie. Ach, ein Kerl fehlt Euch noch für die Geschichte? Okay, ich mach daraus dann gleich mal zwei, wenn's recht ist. Ob Emma sich allerdings dann den Tierarzt oder doch eher einer der Dorf Sheriffs angelt, das weiss ich selbst noch nicht. Wundert Euch also nicht, wenn's hier (schon) wieder still wird ... ich bin dann eben mal kurz in Herefordshire. :o)

Alles Liebe
Eure Alex



Sonntag, 24. Januar 2016

Die Rosen von Abbotswood Castle

Lange ist es still gewesen auf diesem Blog. Der Grund waren "Die Rosen von Abbotswood Castle". Aber nun ist der Roman fertig und eine Leseprobe wird bereits ab 1. Februar 2016 bei Vorablesen.de aufgeschalten. Mit ein bisschen Glück gewinnt Ihr sogar ein gratis Ebook-Exemplar. Ab 12. Februar 2016 wird der Roman dann bei allen üblichen Online Buchshops erhältlich sein. Ich freu mich wie verrückt, auch wenn die Nerven gespannt sind wie Drahtseile. Natürlich bin ich total hibbelig, wie die Geschichte von Hetty und Jules den Leserinnen und Lesern gefallen wird. Denn sie ist ein bisschen anders als die beiden vorgänger Romane, nicht ganz so rosarot... haben doch auch die russische Mafia und ein Schlossgespenst ihren Platz darin gefunden. Aber keine Sorge, die Geschichte spielt nach wie vor in Grossbritannien, in Schottland und London, um genau zu sein.

Klapptext:
Hetty ist frustriert. Ihre Familie scheint in ihr nur die Putzfrau und Köchin zu sehen. Nicht mal an ihrem Geburtstag nimmt man sich Zeit für sie. Da muss sich was ändern. Sie folgt dem Rat ihrer Freundin Pippa, lässt ihren Mann und die achtzehnjährige Tochter in London zurück und fährt nach Schottland, zu ihrem kranken Großonkel in Abbotswood Castle. Auf der Reise zu sich selbst, jagt sie mit dem attraktiven Schreiner aus der Nachbarschaft einem Tagebuch hinterher, um dem schusseligen Schlossgespenst Rose zu helfen, endlich zu ihrem Liebsten zu kommen. Ihr eigenes Herz geht auf dieser Suche hoffnungslos verloren…

Und hier ein kleiner Ausschnitt:


Als der Barkeeper zu Hetty zurückkam, fragte sie weiter: „Glauben Sie an Gespenster?“

Die Frau amüsierte ihn zunehmend. Ihm war klar, dass sie bereits einen in der Krone sitzen hatte, aber trotzdem schenkte er ihr noch einen Drink ein, als sie danach verlangte.

„Gespenster? Hmm, was wäre ich für ein Schotte, wenn ich nicht an sie glauben würde?“

„Nein, ich meine, glauben Sie wirklich ... wirklich ... an Gespenster?“

„Ich hab‘ noch nie eines gesehen, mal abgesehen von den komischen Gestalten, die manchmal nach der Geisterstunde hier rumhängen.“

„Warum glaubt bloß niemand wirklich daran?! Sie müssen wissen, es gibt sie nämlich wirklich!“

„Ahhh ja ... vor allem nach vier Whiskys, nicht wahr? Da hat schon mancher Geister gesehen.“

„Nein, Rose ist auch ohne Whisky da. Sie ist so schön und so trauuurig. Sie hat unwissentlich einen Doppelmord begannen, müssen Sie wissen.“ Hetty schaute den Barkeeper an und wunderte sich, warum der plötzlich so schief da stand. Der sollte unbedingt etwas für seine Haltung tun, dachte sie bei sich.

„Dann sollten Sie vielleicht besser die Polizei darüber informieren.“

Diese Aussage des Barkeepers ließ Hetty glucksen. „Ich glaube nicht, dass die ein Gespenst einsperren könnten. Zudem ist die Tat bestimmt verjährt ... nach dreihundert Jahren.“

Der Barkeeper grinste, er hatte eindeutig mal wieder eine Verrückte an der Bar. Als sie nach noch einem Whisky verlangte, schüttelte er den Kopf. „Ich glaube, Sie hatten schon genug, um Ihren Kummer zu ertränken. Sie gehen jetzt wohl besser nach Hause.“

„Sie haben Recht, ich muss ja auch noch mit meiner Tochter reden. Sie hat Angst vor dem Geist, müssen Sie wissen.“

„Ähm ja, ich krieg‘ dann von Ihnen noch 17 Pfund.“ Hetty wühlte wieder in ihrer Handtasche, konnte ihre Geldbörse aber nicht finden. Schließlich schüttete sie den ganzen Inhalt auf den Tresen.

„Wow, meine Gute. Langsam, Sie können hier nicht Ihre ganze Habe ausbreiten.“

Hetty lachte. „Das ist wirklich alles, was ich noch habe ... ich habe nicht mal mehr ein Zuhause. Ich verlasse nämlich meinen Mann.“

„Aha.“ Der Barkeeper griff nach ihrer Geldbörse und suchte sich den Betrag, den sie ihm schuldete, selbst heraus. Dann reichte er sie ihr zurück und half ihr, alles einzusammeln. Am Ende drückte er Hetty ihr Handy in die Hand. „Rufen Sie sich besser ein Taxi, meine Gute.“
Hetty stolperte hinaus. Die Nachtluft war so herrlich erfrischend. Es roch nach Regen, Kiefern und Torf. Tief sog sie die Luft in ihre Lungen. So einen Duft gab es in London nicht, stellte sie sachlich fest. „Schottland, du riechst so gut!“, rief sie in die Dunkelheit hinaus. Als Schottland darauf keine Antwort gab, beschloss sie dennoch, seine Würze etwas länger zu genießen und den Weg zu Fuß zurückzulegen. So weit konnte es ja nicht sein. Kaum hatte sie das Dorf hinter sich gelassen, traf ein erster Regentropfen ihre Nase. Das fand sie so lustig, dass sie mit dem Kichern nicht mehr aufhören konnte.


Mehr ist wie gesagt am 12. Februar 2016 erhältlich.

Eure 
Alex

 

Freitag, 24. Juli 2015

Ich wollte immer nur Dich

 Heute habe ich einen besonderen Leckerbissen für Euch: einen Gastbeitrag von Anne Wiegner, Autorin des Buches Ich wollte immer nur dich. Ja, Anne zaudert nicht, sie schaut dem Drachen direkt ins Maul. Aber nun überlasse ich ihr das Wort:

Titel: Ich wollte immer nur dich

Autor: Anne Wiegner

Verlag: Forever Ullstein

Seitenzahl: 430 Seiten

ASIN: B00TYKAC9G 

ISBN: 978-3-95818-035-2 

Erhältlich: als ebook in allen Online Büchershops



Fotoquelle: Thalia

Klappentext:
Johannas Leben ist zum Stillstand gekommen: Job, Familie, Beziehung – alles Routine, keine Höhen, keine Tiefen, nur glattpoliertes Gleichmaß. Sie ist Mitte vierzig, abgeklärt und hält Träumen für reine Zeitverschwendung. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Ihr Mann verlässt sie und sie macht sich auf die Suche nach ihrer Jugendliebe, dem charismatischen Paul, der bereits vor zwanzig Jahren ihr Leben gründlich durcheinander gewirbelt hat. Schon bei ihrem ersten Treffen ist alles wieder da: dieser unerklärliche Zauber der Studententage, die Anziehung, das Verlangen. Kopfüber stürzt sich Johanna in ein leidenschaftliches Abenteuer, in dem sie nachholt, was sie in den Jahren ihrer Ehe versäumt hat.
„Alte Liebe rostet nicht“, sagt Paul lachend.
„Das klingt nach Happy End“, antwortet Johanna.
Vor lauter Glück merkt sie nicht, dass Paul ein Mann voller Geheimnisse ist und trifft eine folgenschwere Entscheidung …

Ein gefühlvoller Roman, der unaufhaltsam auf den Abgrund der Liebe zusteuert.


Feedback der Leserinnen:

Elektrisierender Titel, der auch inhaltlich hält, was er verspricht!
Leselady

Anne Wiegners Debütroman ist so ganz anders als man beim Anblick des Covers und beim Lesen des Titels erwartet. Es ist ein faszinierender zeitgenössischer Roman über eine Frau in den besten Jahren, die gerade eine Trennung hinter sich hat und neu verliebt, die aber auch erfahren muss, dass Liebe zwar nicht blind, aber doch ein wenig kurzsichtig macht.
Susanne

Johannas Abenteuer rund um die Liebe und das Finden zu sich selbst war ein Auf und Ab der Gefühle. Überraschende Handlungen, Spannung, Freundschaften und Intrigen – dieser Roman vereint all diese Punkte in einem flüssigen Schreibstil ...
Christina

Die Autorin Anne Wiegner hat es geschafft, mich ab der ersten Seite in den Bann der Geschichte zu ziehen. Mit jeder Seite habe ich mit Johanna gefühlt, geliebt, gewütet, gehofft und kapituliert. Es war mir kaum möglich, das 339 Seiten umfassende Ebook aus den Händen zu legen. Eine wirklich fesselnde Geschichte darüber, wie das Leben einem spielt ...
Sandra


Mitmach-Projekt:
Und wenn ihr den Roman gelesen habt und euch dann fragt: Soll´s das jetzt gewesen sein?, dann seid ihr herzlich eingeladen, mit der Autorin und anderen Leserinnen gemeinsam weitere Pläne zu schmieden und einen Fortsetzungsroman zu schreiben.
Wer Lust hat mitzumachen, schaut am besten auf der Homepage von Anne Wiegner vorbei: www.annewiegner.de.

Leseprobe:
Schon beim Aussteigen hörte ich das quietschende Lachen, die anspornenden Zurufe, das quirlige Getobe, das die ganze Gegend erfüllte und eindeutig aus unserem Garten stammte. Ich atmete tief durch. Jetzt, so kurz vor den großen Ferien, waren meine Nerven zum Zerreißen gespannt und ich konnte den fröhlichen Kinderlärm nur schwer ertragen. Ich musste meine Reizbarkeit bewusst in Ketten legen, um die Ungerechtigkeiten meinen eigenen Kindern gegenüber in Grenzen zu halten.
Langsam öffnete ich das Tor, durchschritt den Vorgarten, stieg die Stufen zur Haustür hinauf und sagte mir bei jedem Schritt, dass sich alles im grünen Bereich bewege, ich ruhig und gelassen sein könne, spielende Kinder fielen nicht unter die Lärmschutzverordnung. Doch als ich die Haustür öffnete, traf mich fast der Schlag: Socken, Trinkflaschen, Röcke, Handtücher, Decken, kurze Hosen und Shirts, Verpackungsreste von Süßigkeiten und Badelatschen bildeten eine Straße der Verwüstung, die sich vom Eingang quer durch das Wohnzimmer bis hin zur Terrassentür erstreckte. Im Gegenzug bewegten sich nasse Fußabdrücke in Richtung Toilette, vermischt mit den Resten des frisch gemähten Rasens, und die Erdspuren dazwischen kündeten davon, dass die Kinder mehrfach die Abkürzung durch die Beete genommen hatten.
Warum spielten alle Nachbarskinder immer bei uns?
Ich trat hinaus auf die Terrasse und hielt die Hand schützend über die Augen. Alle Gartenmöbel waren aus dem Schuppen herausgezerrt und auf dem Terrain verteilt worden. In der Mitte der Rasenfläche stand unser aufblasbares Planschbecken, für das meine Mädchen eigentlich schon zu groß waren, aber bei dieser Hitze war ihnen jede Abkühlung recht. Sechs Kinder fegten durch den Garten und veranstalteten einen Lärm wie eine ganze Schulklasse. Der Reihe nach nahmen sie Anlauf, sprangen quiekend in die Wasserpfütze, die nach allen Seiten spritzte, und kommentierten lauthals jede ihrer Aktionen.
Johanna, bleib ruhig, sagte ich mir, da ihre Kinder alle hier sind, können sich die Nachbarn auch nicht beschweren, und wenn sie nachher wieder weg sind, verschwindet mit ihnen auch das Chaos.
Ich atmete tief durch und rief:„Der Eismann ist da!“, in die tobende Menge hinein.
Mit einem ohrenbetäubenden Indianergeheul stürmten die Kinder auf mich zu, umzingelten mich, und ich überließ ihnen kampflos die Beute.
„Danke, Mama, du bist die Beste!“ Lisa schlang ihre Arme um meine Hüfte und schmiegte sich kurz an mich, um gleich darauf den anderen hinterherzujagen und sich auf ihr Lieblingseis zu stürzen.
Während die Kinder ihre Erfrischung löffelten, setzte für einen Moment Ruhe ein. Ich ging zum Kirschbaum, an dem die hellroten Früchte eine reiche Ernte versprachen, streckte mich im Liegestuhl aus, der in seinem Schatten stand, und schloss die Augen.
Ich war jetzt zweiundvierzig, hatte einen Beruf, der mich mehr als ausfüllte, zwei Töchter, von denen die eine in der Pubertät und die andere mal wieder in einer Trotzphase steckte und …
keinen Mann mehr. Er hatte mich im Frühjahr verlassen. Nach zwanzig Jahren Ehe hatte er sich eine Jüngere gesucht. Schweigend hatte er eines Tages zwei Reisetaschen gepackt und ebenso schweigend seinen zwei Prinzessinnen einen Kuss gegeben, ganz so, als ob er zu einer seiner ungezählten Dienstreisen aufbrach.
„Bringst du uns was Schönes mit?“, hatten sie arglos gefragt.
Für einen Moment wurde sein Blick leer, aber dann versprach er es: „Immer. Wohin ich auch gehe.“
Für mich hatte er keinen Blick mehr übrig gehabt, zu viele waren in den letzten Jahren zwischen uns hin- und hergewandert, hatten zu Missverständnissen geführt oder erst gar keine Erwiderung gefunden. Wir wussten beide, dass sich unsere Wege trennen mussten, wenn wir nicht in der Eiseskälte unserer Beziehung erfrieren wollten. „Bis dass der Tod euch scheidet.“ - Ich hatte es vor aller Welt versprochen und hätte nie den Mut gefunden, diesen Bund zu lösen. Aber Karen hatte gesagt: „Sei froh, jetzt kannst du dein Leben noch einmal neu beginnen.“
Und tatsächlich war ich am Anfang erleichtert gewesen, konnte freier atmen und empfand so etwas wie einen inneren Frieden, aber zunehmend fühlte sich unsere Trennung wie eine Niederlage an, wie eine Kapitulation vor den Problemen, und unversehens schlug die Ruhe in Stille um, in Angst vor dem Stillstand.
„Das war lecker.“ Lisa drückte mir einen Kuss auf die Wange und langsam kamen die Kinder wieder auf Touren. Ich musste diesen Abenteuerspielplatz so schnell wie möglich verlassen, sonst würde mir noch der Kopf zerspringen. Eilig sammelte ich die leeren Eisbecher vom Rasen, überzeugte mich mit einem Rundumblick, dass nichts das Spiel der Kinder gefährden konnte, und zog mich ins Haus zurück.
Einen kurzen Augenblick lang überlegte ich, wo der Karton mit Pauls Liebesbriefen hingekommen sein könnte, verwarf aber sofort wieder die Idee, danach zu suchen.
*
Als ich am nächsten Morgen unseren Pausenraum betrat, hängte Karen gerade ihre Jacke in den Garderobenschrank. Wir hatten beide zusammen in Dresden studiert, uns vier Jahre lang ein Zimmer und alle Geheimnisse geteilt, waren zu den Höhen pädagogischer Weisheiten hinauf- und in die Niederungen des Dresdner Nachtlebens hinabgestiegen. Uns gab es nur im Doppelpack: Karen, die Ruhige, Besonnene, die mit ihren großen braunen Augen sanft in die Welt blickte und deren Gedanken sich nie ganz ergründen ließen. Und ich, Johanna, die Laute, Quirlige, die ihr Herz auf der Zunge trug, naiv und vertrauensselig, neugierig und lebenshungrig.
„Guten Morgen, Hanna“, begrüßte mich Karen und musterte mich aufmerksam, als wolle sie prüfen, in welcher Stimmung ich mich befand, ehe sie hinzufügte, dass es ihr leidtäte.
„Was?“ Obwohl ich wusste, was sie meinte, wollte ich nicht zugeben, dass auch ich seit gestern an nichts anderes mehr gedacht hatte.
„Dass ich Paul erwähnt habe.“
„Warum hast du es dann getan?“
Karen löste sich vom Schrank, öffnete ihre Schultasche und wühlte darin herum, als stecke die Antwort zwischen den Heften und Büchern. Sie sah müde aus und ich hatte das Gefühl, dass sich ihre Stirnfalte über der Nasenwurzel heute etwas tiefer kerbte als sonst.
„Karen?“
Sie richtete sich auf und sah mich an: „Ich weiß, es war ein Fehler, aber ich war selbst so überrascht.“
Mit einem Schwung wurde die Tür aufgestoßen und ich musste einen Schritt beiseite springen, um nicht gerammt zu werden. Hans blieb abrupt im Türrahmen stehen und ließ aufmerksam seine Augen zwischen Karen und mir hin- und herwandern: „Hey, Mädels, was ist los? Ihr belauert euch wie Stubenkatzen, die eine Okkupation ihres Reviers befürchten. Gibt es ein Problem?“
Hans war mein Lieblingskollege, immer gut gelaunt, obwohl ihn nur noch zwei Jahre vom Ruhestand trennten, immer kollegial und verständnisvoll, obwohl er unser Fachbereichsleiter war, immer in Jeans und Turnschuhen, obwohl ihn sein Sohn bereits zum Großvater gemacht hatte. Sein graues Haar trug er für meinen Geschmack etwas zu lang, manchmal band er es sogar zu einem kleinen Zopf zusammen – er war eben ein echter 68er.
Ich warf Karen einen fragenden Blick zu. Sie deutete ein leichtes Kopfschütteln an.
„Frauenprobleme, Midlife-Crisis“, wich ich aus und verdrehte dabei die Augen, um selbstironisch zu wirken. „Das willst du gar nicht wissen.“
Hans warf belustigt seine Aktentasche auf den Tisch: „Nee, ich bin froh, dass meine Frau das schon alles hinter sich hat. Es war schrecklich.“
Zufrieden mit meinem Ablenkungsmanöver schichtete ich meine Unterlagen, die ich für die erste Stunde brauchte, zu einem Stapel auf und drückte sie mir an die Brust. Karen hängte sich ihre Tasche um und wir steuerten beide gleichzeitig auf die Tür zu.
„Lass uns in der Mittagspause einen Kaffee trinken gehen“, flüsterte sie mir im Hinausgehen zu und warf einen Blick zurück auf Hans, der völlig arglos Pinsel, Farben und Papiere zusammenstellte.
*


Danke, Anne, dass Du im Buechkafi zu Gast warst und ich bin schon sehr gespannt auf Deinen nächsten Roman.

Alles Liebe!
Alex